Berufsunfähigkeitsversicherung

berufsunfaehigkeitsversicherungDefinition Berufsunfähigkeit:

Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als alters- entsprechendem Kräfteverfall, die ärztlich nachzuweisen sind, außerstande gewesen ist, in ihrem zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, tätig zu sein.

Berufsunfähigkeit liegt auch vor, wenn die sechs Monate noch nicht erreicht sind, aber voraussichtlich erreicht werden.

Versichert ist bereits ab einer 50%igen Berufsunfähigkeit die volle Beitragsbefreiung und die volle Rentenzahlung, wenn der Versicherungsfall innerhalb der vereinbarten Versicherungsdauer eintritt.

(Quelle: Auszug Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Berufsunfähigkeits-Versicherung BU-Vorsorge Premium der Continen- tale Lebensversicherung a. G., Stand 05/2008) 

 

Die Folgen einer Berufsunfähigkeit

Einkommensverlust durch dauerhafte Arbeitslosigkeit - Der bedeutendste Vermögensposten der Deutschen ist weder ihr Geld, noch ihre Wohnungen oder Häuser, sondern ihre Arbeitskraft.

Ein Verlust der eigenen Arbeitskraft durch Berufsunfähigkeit bedeutet für Sie ein enormes finanzielles Risiko. Denn Berufsunfähigkeit bedeutet in der Regel, nicht mehr arbeiten zu können und dadurch nichts zu verdienen.

Den Wert der eigenen Arbeitskraft kann man sich durch ein einfaches Rechen- beispiel vor Augen führen:

Ein verheirateter 30-jähriger Familienvater bekommt 13 Monatsgehälter und ver- dient dabei ein monatliches Bruttogehalt von ca. 3.500 Euro. Das entspricht einem Nettoeinkommen von rund 2.350 Euro. Bei einer angenommenen jährlichen Steigerung des Einkommens um 1 Prozent erreicht das Gesamteinkommen – in diesem Fall der Wert, den man mit der eigenen Arbeitskraft erwirtschaftet – bis zum 67. Lebensjahr eine Höhe von über 1,4 Millionen Euro netto.

 

Was erhalten Sie vom Staat im günstigsten Fall?

Für alle, die nach dem 01.01.1961 geboren sind, gibt es keine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente mehr, sondern nur noch die Erwerbsminderungsrente. Anspruch darauf hat nur, wer mindestens fünf Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert war: also keine Chance für Berufseinsteiger.

Die Höhe der Erwerbsminderungsrente richtet sich nur noch nach dem verbleibenden Restleistungsvermögen, also der Anzahl Stunden, die Sie noch arbeiten können. Mehr noch: Werden Sie berufsunfähig, müssen Sie jede andere Tätigkeit am Arbeitsmarkt annehmen, ohne Rücksicht auf Status, Qualifikation und Zumutbarkeit.

Im „günstigsten“ Fall erhalten Sie durch die volle Erwerbsminderungsrente maximal 38 Prozent Ihres letzten Bruttogehaltes. In der Regel ist dies weniger als die vom Statistischen Bundesamt ermittelte Armutsgrenze von 781 Euro.

Das zeigt überdeutlich, dass die gesetzlichen Leistungen bei Weitem nicht ausreichen, um Ihre Existenz zu sichern und den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

 

Geeignete Vorsorgeformen

Welche Vorsorge eignet sich? Private Vorsorge für den Fall einer Berufsunfähigkeit ist unerlässlich. Aber welche Vorsorgemaßnahmen sind besonders gut geeignet, um sich vor den finanziellen Folgen der Berufsunfähigkeit zu schützen? Die Antwort scheint naheliegend: natürlich eine Berufsunfähigkeits-Versicherung.

geeignete Vorsorgeformen Arbeitskraftabsicherung

Jedoch geben in einer repräsentativen Umfrage durch TNS Infratest 53 Prozent der Bevölkerung an, sie hätten auf andere Art gegen Berufsunfähigkeit vorgesorgt. Allerdings stellen andere Vorsorgemaßnahmen als die Berufsunfähigkeits-Versicherung keinen wirksamen Schutz dar:

  • Unfallversicherungen sind als Vorsorgeform denkbar ungeeignet. Denn Unfälle sind nur in 5 Prozent aller Fälle der Grund für Berufsunfähigkeit. Damit bieten Unfallversicherungen nur einen gefährlich kleinen Teilschutz.
  • Gesparte Mittel und Lebensversicherungen sind bei Verlust des Einkommens schnell verbraucht und helfen damit nicht, den finanziellen Bedarf dauerhaft zu decken.
  • Bei frühzeitigem Eintritt einer Berufsunfähigkeit helfen Sparen, Lebensver- sicherungen und die eigene Immobilie nicht. Denn in der Regel stehen noch keine ausreichenden Mittel für langfristige Zahlungen zur Verfügung.
  • Krankenzusatzversicherungen decken das Risiko der Berufsunfähigkeit über- haupt nicht ab und sind so ebenfalls ungeeignet

 

Richtig vorsorgen mit einer privaten Berufsunfähigkeits-Versicherung

Eine geeignete Vorsorge muss eine ausreichende und langfristige finanzielle Absicherung bieten, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen – also berufsunfähig sind. Genau dies gewährleistet eine Berufsunfähigkeits-Versicherung:

  • Sie orientiert sich am konkreten finanziellen Bedarf der versicherten Person. Die individuelle Versorgungslücke lässt sich so effektiv schließen.
  • Sie leistet bei bedingungsgemäßer Berufsunfähigkeit ab Vertragsbeginn und deckt so auch eine frühzeitige Berufsunfähigkeit ohne Wartezeiten ab.
  • Die monatliche Rente wird während der gesamten Dauer einer Berufsunfähig- keit bis zum vereinbarten Leistungsendalter, in der Regel das 67. Lebensjahr, gezahlt. Damit wird eine langfristige finanzielle Absicherung sichergestellt.