Schlüsselschäden

Verliert der Mieter einer Wohnung den ihm überlassenen Wohnungs- oder Hausschlüssel, so wird bei einigen Versicherern das erforderliche Auswechseln von Schlössern bezahlt.

Der Versicherungsschutz ist insbesondere bei Besitz von Generalschlüsseln zu Mehrfamilienhäusern wichtig (Ausschlüsse, insbesondere von berufsbezogenen Schlüsseln, beachten !)

Folgende Klausel kann häufig beobachtet werden und sollte bei der Möglichkeit von Schlüsselschäden unbedingt eingeschlossen werden:

  • Eingeschlossen ist - in Ergänzung von § 1 Ziff. e AHB und abweichend von § 4 Ziff. I 6a) AHB - die gesetzliche Haftpflicht aus dem Abhandenkommen von fremden Schlüsseln (auch General-Hauptschlüssel für eine zentrale Schließanlage), die sich rechtmäßig im Gewahrsam des Versicherten befunden haben.

Der Versicherungsschutz beschränkt sich auf gesetzliche Haftpflichtansprüche wegen der Kosten für die notwendige Auswechslung von Schlössern und Schließanlagen sowie für vorübergehenden Objektschutz bis zu 14 Tagen, gerechnet ab dem Zeitpunkt, an welchem der Verlust des Schlüssels festgestellt wurde.

Ausgeschlossen bleiben Haftpflichtansprüche aus Folgeschäden eines Schlüsselverlustes (z. B. wegen Einbruchs).

Ausgeschlossen bleibt die Haftung aus dem Verlust von Tresor- und Möbelschlüsseln sowie sonstigen Schlüsseln zu beweglichen Sachen.

Die Höchstersatzleistung beträgt - im Rahmen der Vertragsdeckungssumme - (z. B. 5.000 € oder 12.500 €), begrenzt auf das Doppelte für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres. Von jedem Schaden hat der Versicherungsnehmer (z. B. 100 €) selbst zu zahlen.

Das Abhandenkommen von fremden, berufs-/dienstbezogenen Schlüsseln kann, als Zusatzrisiko zur Berufs-/Diensthaftpflichtversicherung innerhalb einer Privat-Haftpflichtversicherung, bis zu einer Deckungssumme von (z. B. 15.000 €) im Rahmen der Vertrags-Deckungssumme mitversichert werden; dabei gilt grundsätzlich eine Selbstbeteiligung von (z. B. 100 €) je Schadenfall.