Vorsorge in der Wohngebäudeversicherung

(Klausel 0105)

  1. In Erweiterung von § 13 VGB 88 und § 16 Nr. 6 a) VGB 88 besteht für wertsteigernde Um-, An- oder Ausbauten während der Vertragslaufzeit eine Vorsorgeversicherung.
  2. Im Versicherungsfall ist die Entschädigung begrenzt
    1. in der Gleitenden Neuwertversicherung auf 10% der Versicherungssumme 1914, mulitpliziert mit dem im Zeitpunkt des Versicherungsfalles für den Vertrag geltenden Gleitenden Neuwertfaktor (§ 13 Nr. 5 VBG 88),
    2. in den Fällen des § 14 VGB 88 auf 10% der Versicherungssumme.
  3. Der Versicherungsschutz besteht sofort mit dem Beginn der baulichen Maßnahmen und endet mit der ersten auf das Ende der Baumaßnahmen folgenden Prämienfälligkeit.
  4. Der Versicherungsnehmer hat dem Versicherer binnen eines Monats die Beendigung der baulichen Maßnahmen schriftlich anzuzeigen.
  5. Unterläßt der Versicherungsnehmer die rechtzeitige Anzeige oder kommt innerhalb Monatsfrist nach Eingang der Anzeige bei dem Versicherer eine Vereinbarung über die neuen Konditionen nicht zustande, erlischt die Vorsorgeversicherung für das folgende Versicherungsjahr.
  6. Tritt der Versicherungsfall ein, bevor die Anzeige über die Erhöhung der Versicherungssumme erstattet ist, so hat der Versicherungsnehmer zu beweisen, daß das neue Risiko erst nach Abschluß der Versicherung und in einem Zeitpunkt eingetreten ist, in dem die Anzeigefrist nicht verstrichen war.
  7. Die Bestimmungen über die anzeigepflichtigen Gefahrerhöhungen gemäß § 10 VGB 88 bleiben unberührt.