Arbeitskraftabsicherung

Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit und schwere Krankheit und die daraus resultierenden finanziellen Folgen sind keine Frage des Alters, Geschlechts oder des Berufs, sie können jeden treffen.

Wahrscheinlichkeit der BetroffenheitLaut den Auswertungen des Statistischen Bundesamtes scheidet bereits jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte frühzeitig aus gesundheitlichen Gründen aus dem Erwerbsleben aus.

Damit ist fast jeder fünfte Versicherte von einer Erwerbsminderung vor Beginn der Altersrente mit 65 betroffen.  (rund 1,7 Millionen Menschen!)

Ihre Arbeitskraft ist Ihre Existenz

Das Risiko, aus Gesundheitsgründen vorzeitig aus dem Berufsleben auszuscheiden, besteht in jedem Job. Besonders gefährdet ist allerdings, wer körperlich oder seelisch stark belastende Tätigkeiten ausübt. So ist das Risiko, als Bauarbeiter, Feuerwehrmann oder Krankenpfleger – aber auch als Lehrer – vorzeitig berufsunfähig zu werden, höher als bei kaufmännischen Angestellten, Verwaltungsbeamten, Ärzten oder Architekten.

Die Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind häufig gleich, meist sind es Krankheiten und nicht die Folgen eines Unfalls, die zu einem Verlust der Arbeitskraft führen.

Hier eine Übersicht der Krankheiten - sortiert nach Geschlecht und Alter:

Frauen 35 bis 39 Jahre
Frauen 35 bis 39 Jahre
Männer 35 bis 39 Jahre
Männer 35 bis 39 Jahre

Hauptursache sind psychische Erkrankungen. Bereits jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte kann heute aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr bis zum Rentenalter ausüben.

Die Krankheitsbilder, die den Erwerbsminderungsrenten zu Grunde liegen, haben sich im Laufe der letzten Jahre stark verändert. Waren früher noch Herz- und Kreislauferkrankungen die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit, so werden heute hauptsächlich Anträge auf Erwerbsminderung wegen psychischer Erkrankungen gestellt.

  • Psychische Erkrankungen sind mit 33 Prozent die Hauptursache für Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit.
  • Von 1995 bis 2006 hat sich ihr Anteil an den Hauptdiagnosen mehr als verdoppelt.
  • Psychische Erkrankungen sind weitestgehend unabhängig vom ausgeübten Beruf und der Erwerbsbiographie. Sie können bereits in jungen Jahren auftreten – anders als beispielsweise Verschleißerscheinungen am Bewegungsapparat.

Für einen Angestellten mit sitzender Tätigkeit ist die Gefahr, den Beruf wegen einer psychischen Erkrankung nicht mehr ausüben zu können, somit tatsächlich viel höher als wegen eines Rückenleidens oder eines Unfalls.